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Gegen die Quotierte Redeliste im Stupa

Die Juso-Hochschulgruppe wird auf der nächsten Stupa-Sitzung die Einführung einer „weich-quotierten Redeliste im Studierendenparlament“ beantragen. Im Antrag heißt es dazu unter Anderem: „Befinden sich beispielsweise nur Männer auf der Redeliste und eine Frau meldet sich zu Wort, wird diese bevorzugt und erhält als nächstes das Wort. Andersherum gilt dasselbe. Sollten mehr als ein Mann und mehr als eine Frau auf der Redeliste stehen, wird abwechselnd das Wort erteilt.“

Wir als RCDS positionieren uns gegen diesen Antrag: Da sich niemand sein Geschlecht aussuchen kann, darf es keine Rolle bei Redebeiträgen spielen. Jeder Beitrag sollte unabhängig vom Geschlecht gleich viel wert sein. Durch ein chronologisches Abarbeiten der Redebeiträge wird dieses Gleichheitsideal verwirklicht. Kurz gesagt: Wer sich früher meldet, darf zuerst reden.

Mit einer quotierten Redeliste erhalten die Redebeiträge eine Wertigkeit, die nur vom Geschlecht abhängt. Das verstößt gegen den Gleichheitsgrundsatz: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes […] benachteiligt oder bevorzugt werden.“ (Art. 3 III GG). Wenn jemandem aber wegen des Geschlechts das Wort genommen wird, ist dies eine Benachteiligung.

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RCDS Wuppertal
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